Berichterstellung & Reporting



Berichterstattung

Ihr Nachhaltigkeitsbericht nach anerkannten internationalen und nationalen Standards 
(GRI G4, UN Global Compact, ISO 26000/ONR 192500, NFI-Richtlinie) 

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Zertifizierung

Begleitung und Vorbereitung zur ONR192500 sowie eccos22



Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG)

Nachhaltigkeit ist seit 17. Jänner 2017 gesetzlich geregelt

Wir haben das neue Gesetz und die dadurch erfolgten Änderungen im Rechtskörper für Sie zusammengefasst:

 

Was sollen NFI-Richtlinie bzw. NaDiVeG erreichen?

Mehr Transparenz und Klarheit über soziale und ökologische Auswirkungen von unternehmerischer Geschäftstätigkeit. Dies umfasst im Besonderen Aspekte zu Umweltschutz, etwa Energie- und Materialeinsatz, Treibhausgas-Emissionen, Wasserverbrauch oder Luftverschmutzung;

sozialen Belangen, bspw. die Einbindung von Stakeholdern, den Schutz und die Entwicklung von lokalen Gemeinschaften, die von Geschäftstätigkeiten der dort agierenden Unternehmen betroffen sind; Belangen von Mitarbeitenden, z.B. Arbeitsbedingungen, Fluktuationen, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, Aus- und Weiterbildungsfragen; Menschenrechten; Maßnahmen, um Korruption und Bestechung zu bekämpfen und zu verhindern; Fragen der Verbesserung von Diversität in Unternehmen.

 

Welche Unternehmen sind betroffen?

Das NaDiVeG umfasst große Unternehmen von öffentlichem Interesse mit durchschnittlich mehr als 500 Mitarbeitenden. Öffentliches Interesse wird durch Kapitalmarktorientierung begründet, d.h. jedenfalls Unternehmen aus der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Investmentfonds) sowie Unternehmen, die Aktien oder Anleihen begeben und an einer öffentlichen Börse handeln. Eine große Aktiengesellschaft, deren Anteile nicht gehandelt werden – etwa weil sie in Familienbesitz sind – dürfte voraussichtlich nicht betroffen sein (eine finale Beurteilung werden wohl Juristen geben müssen). Tochterunternehmen sind von den Verpflichtungen ausgenommen, sofern der Mutterkonzern berichtet.

 

Wozu werden Unternehmen verpflichtet?

Mit dem NaDiVeG werden die Veröffentlichungspflichten großer Unternehmen um nicht-finanzielle Belange unternehmerischer Tätigkeit ergänzt und geschärft. Sie müssen dazu Beschreibungen ihres Geschäftsmodells sowie der Konzepte liefern, mit denen sie die oben erwähnten sozialen und ökologischen Aspekte detailliert erklären können.

 

Konkret bedeutet dies, Richtlinien, Ziele und Maßnahmen, aber auch wesentliche tatsächliche und mögliche Risiken aufzuzeigen, die negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben könnten. Dabei müssen Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit als Ganzes, aber auch ihre Produkte und Services sowie ihre Geschäftsbeziehungen mitdenken.

 

Die Frage der Analyse von Wertschöpfungs- und Lieferketten gewinnt also an Bedeutung. Damit wird dem Gedanken Rechnung getragen, dass Unternehmen nicht am Werkstor enden, sondern darüber hinaus auch auf LieferantInnen und KundInnen Einfluss nehmen.

 

Wann und in welcher Form müssen Unternehmen (erstmalig) berichten?

Einschlägige Informationen müssen jährlich veröffentlicht werden. Erstmalig gilt dies für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, d.h. 2018 wird über 2017 berichtet werden. Dabei steht es Unternehmen frei, ob sie dies im Rahmen des Lageberichts oder als gesonderten nicht-finanziellen Bericht tun wollen. Als unzureichend wird aber eine ausschließliche Veröffentlichung im Internet oder als reines PDF-Dokument erachtet.

 

Ebenso keinerlei Vorgaben macht das NaDiVeG zur Wahl des Berichtsrahmens oder zum Umfang. Lediglich allfällige Standards oder Rahmenwerke sind anzuführen, wenn sich das Unternehmen auf solche bezieht. Für die Veröffentlichungspflicht gilt der Comply-or-Explain Ansatz:

 

Falls ein Unternehmen keine Konzepte in bestimmten Bereichen hat, muss es diesen Umstand gesondert und plausibel erklären. Auch Prüfungspflichten werden im Gesetz festgelegt. Externe Wirtschaftsprüfer müssen das Vorliegen von Berichten prüfen, inhaltlich obliegt die Prüfung dem Aufsichtsorgan des Unternehmens sowie dem Vorstandsteam, das – wie auch den Lagebericht – den nicht-finanziellen Bericht unterschreiben muss.

 

Im „Österreichischen Zentrum für Nachhaltigkeit“ arbeiten Experten für CSR und die nachhaltige Entwicklung von Unternehmen: die Expertise reicht von der Strategieentwicklung über die operative Umsetzung bis zur Berichterstattung und Kommunikation.

 

Wir können Ihnen dabei helfen, Ihr Netzwerk, Ihre Stakeholder und Ihre Wertschöpfungs- und Lieferkette nach den geforderten nicht-finanziellen Aspekten zu analysieren, Konzepte und Maßnahmen abzuleiten und darüber in geeigneter Form zu kommunizieren.